Die Wahrheit über Winterharte Palmen in Deutschland!

Heiz mich!
Quelle: Heiz mich!

Oft wird die Trachycarpus Fortunai, besser bekannt als Hanf- oder Tessinerpalme, als Winterhart ausgezeichnet. Bestimmt genauso häufig folgt im nächsten Frühjahr das böse Erwachen: in unseren Breitengraden ausgepflanzte Exemplare sind von starken Blattschäden gezeichnet, nicht selten gar komplett erfroren.

Doch es gibt Abhilfe. Um sich auch im eigenen Garten dauerhaft an der schattenspendenden Schönheit einer ausgepflanzten Fortunai erfreuen zu können, muss man diese zunächst einmal etwas genauer kennen lernen. Die lapidare Baumarktangabe “bis zu -17°C” bezieht sich nämlich nicht auf die gesamte Pflanze. Bereits ab -10°C sind Blattschäden zu erwarten. Der Wurzelbereich ist noch empfindlicher und sollte daher besonders gut (z.B. durch Rindenmulch und/oder Laub und Reisig) geschützt werden. Sinken die Temperaturen in Richtung der “magischen” -17°C Grenze, kann es für das “Herz” der Palme, den Vegetationspunkt, gefährlich werden. Ein Totalverlust wäre die Folge. Auch längere Dauerfrostperioden stellen für Hanfpalmen eine Gefahr dar. Friert der Boden durch, wird die Wasserversorgung beeinträchtigt. Gerade bei eisig kalten, aber sonnigen Wintertagen kann so der Wasserhaushalt der Hanfpalme schnell in Schwierigkeiten geraten.
Nicht wenige Palmen verdursten eher als dass sie erfrieren.

Um seiner Palme sicher durch den Winter zu helfen kann mit ein wenig Technik nachgeholfen werden. Mit einem passiven Winterschutz aus Vlies und einer aktiven Heizung in Form von Heizkabel oder Lichterschlauch, die ab etwa -8°C eingeschaltet werden, können Blattschäden und die Gefahr eines Totalverlustes mit wenig Aufwand minimiert werden.

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